7. Hohenbuschei-Lauf
Am Sonntag, den 11.10.2026, ging es für unseren Lauffreund Jonas Behrend gemeinsam mit seinem Vater zum 7. Hohenbuschei-Lauf nach Dortmund. Bei teils sonnigem, teils bewölktem Wetter und rund 12 °C stand ein besonderes Format auf dem Programm: Jeder Teilnehmer konnte selbst entscheiden, wie viele 5-km-Runden er in maximal zwei Stunden laufen wollte. Nach Ablauf der zwei Stunden durfte keine neue Runde mehr begonnen werden.
Der Startbereich befand sich auf einem Spielplatz, auf dem auch ein Trödelmarkt stattfand. Wegen falsch geparkter Autos auf der Strecke verschob sich der Startschuss um sieben Minuten auf ca. 11:07 Uhr. Die abwechslungsreiche Runde führte an Hintergärten, durch einen kleinen Wald, durch viele Spielstraßen und über mehrere Zebrastreifen, vorbei am BVB-Trainingsgelände und an einer Hauptstraße entlang bis zurück ins Ziel.
Mit zunehmender Rundenzahl lichtete sich das Feld: Die meisten Teilnehmer stiegen nach der ersten, zweiten oder dritten Runde aus. Jonas verlor irgendwann den Überblick über seine Platzierung und lief einfach weiter. Erst nach der sechsten Runde erfuhr er, dass er und sein Vater die Einzigen waren, die sechs Runden geschafft hatten.
Das Ergebnis:
- 6 Runden = 30 km
- Zeit: 2:11:00 Std.
- 1. Platz gesamt
- 1. Platz Junioren U30
Der Veranstaltungsleiter hatte mit einer solchen Leistung nicht gerechnet und daher keinen Pokal vorbereitet. Dafür gab es ein Versprechen: Den Pokal bekommt Jonas nachträglich, wenn er im nächsten Jahr wieder teilnimmt, und der Startplatz 2027 ist geschenkt. Für alle Teilnehmer gab es im Ziel eine Medaille und eine kleine Flasche Wasser, dazu Müsliriegel, Äpfel und Bananen.
Von den rund 200 Teilnehmern war die Veranstaltung zwar eher klein, aber für Jonas ein sehr toller Lauf, bei dem man sich innerhalb von zwei Stunden selbst testen konnte. Einziger Wermutstropfen waren ein paar enge Stellen auf der Strecke. Nach 30 Kilometern war er erschöpft, aber glücklich und erleichtert, und er ist zu Recht stolz auf diese Leistung. Im nächsten Jahr will er auf jeden Fall wieder dabei sein.
21. Wadersloher Volkslauf
Beim 21. Wadersloher Volkslauf im Sportpark Wadersloh waren am Wochenende gleich zwei Lauffreunde Bönen am Start: Todt G. Willingmann über 10 Kilometer und Ingo Hanke über 5 Kilometer.
Ingo Hanke zeigte über die kürzere Distanz eine starke Leistung. Mit einer Zeit von 20:37 Minuten erkämpfte er sich den 1. Platz in seiner Altersklasse.
Für Todt war der Start in Wadersloh eine besondere Rückkehr: Im Oktober 2022 hatte er hier ein Rennen abbrechen müssen und war im Graben und anschließend im Krankenhaus gelandet. Nach dem positiven letzten Lauf hatte er sich sofort wieder angemeldet, doch ein Trainingslauf in der Woche zuvor brachte erneute Beschwerden und Verunsicherung. Auf der Anfahrt kamen die Erinnerungen dann schnell zurück.
Die Voraussetzungen waren nicht einfach: eine alles andere als flache Strecke, auf den ersten fünf Kilometern Gegenwind, zum Schluss bergauf, dazu wechselhaftes, kühles und windiges Wetter. Gestartet wurde um 15:05 Uhr leicht verspätet über 10 Kilometer (amtlich vermessen), zugleich die Straßenlauf-Kreismeisterschaft. Entsprechend stark besetzt war das Feld, denn alle guten lokalen Läufer nutzten die Gelegenheit zum Start. Todt rechnete sich in seiner Altersklasse mit etwa 20 Startern bestenfalls einen dritten Platz aus: Zwei Konkurrenten hatte er wohl vor sich, einen davon hatte er noch nie überholt, den anderen zuletzt in Oelde mit über zwei Minuten Rückstand an sich vorbeiziehen lassen.
Todt entschied sich, nach Gefühl zu laufen. Nach einem Kilometer führte der zweite Konkurrent, während Todt dem anderen dicht folgte. Ab Kilometer vier ging es leicht bergauf, und der Abstand verringerte sich: Erst überholte der eine Konkurrent, dann auch Todt. Bis Kilometer fünf blieb er direkt hinter ihm, laut Zwischenergebnis sogar mit exakt gleicher Zeit. Ab Kilometer 5,5 zog der Konkurrent bergab das Tempo an, und Todt musste abreißen lassen. Nun hieß es: den anderen im Rücken auf den restlichen 4,5 Kilometern auf Abstand halten.
Bei leichtem Nieselregen passierte Todt ab etwa Kilometer 7,5 die Stelle, an der sein Lauf vor vier Jahren geendet hatte. Der Vorsprung war noch da, aber nicht groß. Nach gut acht Kilometern wurde er von einem deutlich jüngeren Läufer überholt, der aber nicht zur Konkurrenz zählte. Erst beim Einlauf ins Stadion war sich Todt sicher, dass ihn niemand mehr abfangen würde.
Im Ziel stand eine Zeit von 43:46 Minuten auf der Uhr, seine schnellste Zeit seit Anfang Mai.
Kuchen nach dem Lauf
Nach dem Duschen ging es in die Mensa der Sekundarschule. Der vorbestellte Kuchen, 2022 noch ein unglückliches Vorzeichen, wurde diesmal sorgfältig besorgt. Die Auswahl ist groß, die Preise sind klein und der Kuchen sehr lecker, sodass es direkt drei Stücke gab, während auf die Siegerehrung gewartet wurde.
Ein rundum gelungener Tag für beide Lauffreunde: Ingo mit dem Altersklassensieg, Todt mit einer guten Zeit und einem erfolgreich abgeschlossenen unangenehmen Kapitel.
Ihre Ergebnisse:
Ingo Hanke; 5km; 20:37 Min.; Platz 1 M50; 16 Platz Männer
Todt G. Willingmann; 10km; 43:46 Min.; Platz 2 M60; Platz 23 Männer
