38. CJ Schmidt Hafentagelauf in Husum
Ein spontaner Start im Urlaub bescherte unserer Lauffreundin Rebecca Vieregge und ihrem Sohn Julian ein besonderes sportliches Erlebnis: Beim 38. CJ Schmidt Hafentagelauf im Rahmen der Husumer Hafentage gingen die beiden gemeinsam über die 2,55-Kilometer-Distanz an den Start.
Ein maritimes Sommerfest mit sportlichem Rahmenprogramm
Die Husumer Hafentage zählen zu den festen Terminen im Veranstaltungskalender der schleswig-holsteinischen Westküstenstadt. Neben dem maritimen Flair und dem bunten Sommerfest rund um den Hafen gehört auch der Hafentagelauf traditionell dazu – mit einem breiten Angebot für Läuferinnen und Läufer jeden Alters: vom Kids-Lauf über 212 Meter über die Hafentagerunde (2,55 km) bis hin zu 5 km, 10 km sowie einer Staffel über 4×2,55 km. Insgesamt gingen bei der diesjährigen Auflage rund 900 Teilnehmerinnen und Teilnehmer an den Start.
Spontan entschieden, aber startklar
Während des Urlaubs an der Nordsee fiel die Entscheidung recht kurzfristig: Warum nicht bei den Hafentagen mitlaufen? Sportsachen und Laufschuhe waren zum Glück im Gepäck – nur das Vereinstrikot musste zuhause bleiben, sodass Rebecca und Julian ohne Lauffreunde-Look an den Start gingen. Vor dem Rennen galt es zunächst, die Startnummernausgabe zu finden, die sich im ersten Obergeschoss eines Sportgeschäfts befand. Mit Startnummer und Transponder ausgestattet, blieb bis zum Start um 15:45 Uhr noch genügend Zeit, das bunte Treiben des Sommerfests zu genießen.
Kopfsteinpflaster als kleine Herausforderung
Bei traumhaften Bedingungen – gefühlten 24 Grad und leichter Bewölkung – ging es für Mutter und Sohn gemeinsam auf die Strecke. Das historische Kopfsteinpflaster in Teilen der Route erwies sich dabei als kleine läuferische Herausforderung. Bereits in der dritten Kurve zeigte Julian, dass in ihm mehr Tempo steckt, und zog an seiner Mutter vorbei – ganz nach dem Motto: Wer schneller laufen kann, soll auch schneller laufen dürfen.
Für Julian war es die bislang längste Strecke, die er für die Lauffreunde Bönen absolviert hat, und er zeigte sich mit seiner Leistung mehr als zufrieden.
Fazit: Gerne wieder!
Ein gelungener spontaner Ausflug ins Renngeschehen, der zeigt: Auch im Urlaub müssen die Laufschuhe nicht ungenutzt bleiben. Sollte sich die Gelegenheit erneut ergeben, sind Rebecca und Julian sicherlich wieder mit dabei – dann vielleicht über eine andere Distanz. 🏃♀️🏃♂️
Ihre Ergebnisse:
Vieregge, Julian.; 2,55km; 14:48 Min.; Platz 12 MJ U14; Platz 22 Gesamt
Vieregge, Rebecca.; 2,55km; 17:49 Min.; Platz 2 W40; Platz 38 Gesamt
11. Dülmener Wasserlauf
Beim 11. Dülmener Wasserlauf am 15. August 2026 stellte sich unser Lauffreund Todt G. Willingmann über 10 Kilometer (vier Runden à 2,4 Kilometer plus eine Stadionrunde) einer Herausforderung, die er selbst im Vorfeld alles andere als optimistisch einschätzte.
Eine Vorbereitung nach Plan – nur anders als geplant
Nach einer eher ernüchternden Vorbereitung im Vorjahr wollte Todt es diesmal besser machen. Der Plan: Familienurlaub in Griechenland, dazwischen etwas Sport. Die Realität: ein Hundebiss direkt am Anfang des Urlaubs, gefolgt von Tetanusimpfung und Antibiotika – und damit ein abrupter Trainingsstopp. Übrig blieben stattdessen exzellente All-Inclusive-Verpflegung, einige zusätzliche Kilogramm auf der Waage und eine Regeneration „auf einem Niveau, das ich so eigentlich gar nicht beabsichtigt hatte“.
Mit gedämpften Erwartungen an den Start
Knapp fünf Wochen ohne Training, anhaltende Knieprobleme, dazu Muskelkater von einem Testlauf am Vortag – die Ausgangslage war denkbar unspektakulär. Todt selbst rechnete mit einer Zielzeit zwischen 44 und 48 Minuten und hatte angesichts der Umstände sogar einen möglichen Abbruch nicht ausgeschlossen, falls die Knie nicht mitspielen sollten. Eine Top-3-Platzierung in der Altersklasse hielt er für unwahrscheinlich.
Der Lauf: Vorsichtig gestartet, stark durchgehalten
Bei kühlem, leicht regnerischem Wetter ging es pünktlich los. Todt reihte sich bewusst zurückhaltend ein, um nicht zu früh einzubrechen – ein kluger Plan, der aufging: In den ersten beiden Runden konnte er nicht nur mithalten, sondern sogar Plätze gutmachen. Die gefürchteten Knieprobleme blieben zunächst aus.
Ab der dritten Runde machte sich die fehlende Kondition bemerkbar, doch Anfeuerungen von Bekannten an der Strecke gaben zusätzlichen Antrieb. Auf den letzten beiden Kilometern musste Todt schließlich einige Läufer ziehen lassen, konnte sich aber tapfer durchkämpfen.
Ein Ergebnis, das glücklich macht
Im Ziel stand eine Zeit von rund 44 Minuten – am oberen Ende der selbst gesteckten Erwartungen und angesichts der Vorgeschichte ein kleines Wunder. Der Blick auf die Altersklassenwertung sorgte für die eigentliche Überraschung: Mit dieser Zeit sicherte sich Todt den 3. Platz in seiner Altersklasse – deutlich mehr, als er sich selbst zugetraut hatte.
Ein Lauf, der einmal mehr zeigt: Manchmal kommt es weniger auf die perfekte Vorbereitung an, sondern auf die richtige Taktik und den Kopf am Wettkampftag. 🏃♂️🥉
Sein Ergebnis:
Willingmann, Todt G.; 10km; 44:28 Min.; Platz 3 M60; Platz 40 Männer
