31.8. & 1.9.2019 | Ragnar Wattenmehr

Wie aus Individualsportlern ein Team wird!!!

Aus der Ausschreibung:

Erobern Sie das eindrucksvolle Wattenmeer in einem abenteuerlichen Staffellauf!

Teams aus 10 Personen (Sie und 9 andere Freunde oder Familienmitglieder) laufen in einer Staffel. Von der historischen Stadt Hamburg aus laufen Ihre Teammitglieder und Sie abwechselnd entlang der historischen Elbe-Deiche. Die Strecke führt Sie auf dem Elbe-Deichpfad, von dem Sie einen wundervollen 360-Grad-Ausblick genießen können, durch die malerischen Städtchen Glückstadt, Brunsbüttel, Friedrichskoog und Büsum.

Wenn dann die Elbe in das Wattenmeer, ein UNESCO-Weltkulturerbe, mündet, erleben die Läufer auf ihrer Strecke durch eine erstaunliche Naturvielfalt, fruchtbares Marschland und eine Vielzahl von Naturreservaten die Schönheit des Wattenmeers aus erster Hand. An der Ziellinie im beschaulichen Seebad Sankt Peter Ording werden Sie und Ihr Team von einer sanften Meeresbrise und einem endlosen Horizont empfangen.

Sie und Ihre 9 Teammitglieder werden in zwei Fahrzeugen sitzen und abwechselnd in einer Art Staffellauf eine Route von ca. 250 km bewältigen. Jeder Teilnehmer läuft drei Streckenabschnitte, wobei jeder Abschnitt zwischen 3 und 11 km lang ist und der Schwierigkeitsgrad variiert. Jedes Teammitglied läuft insgesamt zwischen 20 und 35 Kilometer (abhängig von den gelaufenen Streckenabschnitten). Mit ein wenig Training kann beinahe jeder ein Ragnarian werden.

Von den Lauffreunden Bönen dabei waren Birte Gillmann und Janine Moritz.

Birte Gillmann:

Das Konzept dieses Teamwettbewerbes kommt aus Amerika und wurde letztes Jahr erstmalig in Deutschland „ausprobiert.“

30 Etappen, 10 Läufer in einem Team (oder 5 in der Ultraversion). Jeder läuft 3 Etappen. Dabei ist die Reihenfolge der Läufer fix. Ich war z.B. als Nummer 6 meines Teams auf den Etappen 6, 16 und 26 unterwegs. Die Teams teilen sich auf zwei Fahrzeuge (Vans), Van1 mit Starter 1-5, Van2 mit Starter 6-10. Alle 5 Etappen gibt es einen „größeren Wechselpunkt“. Etwas pausieren kann man immer nur dann, wenn gerade die Läufer des anderen Vans unterwegs sind.

Traditionell werden die Vans von den Teilnehmern bunt geschmückt und dekoriert.

Mein Team hat sich über Instagram gefunden, ich saß zufällig mit Kirsten Althoff, die 2018 beim Bönener Sechs-Stunden-Lauf Dritte war, in einem Van.

Bei den Nachtetappen haben wir unsere Teammitglieder begleitet, zum Teil laufend aber auch auf einem extra mitgebrachten Klapprad. So bin ich zusätzlich auch noch 18 km Rad gefahren

Große Hitze prägte die erste Hälfte des Laufes. Dann kam ein Gewitter mit Sturm auf und sorgte für etwas Abkühlung. Am Sonntag schien dann wieder überwiegend die Sonne, aber es war natürlich windig an der Küste. Eine Fährüberfahrt nach Brunsbüttel gehörte übrigens dazu und war für alle ein kleines Highlight.

Es war super anstrengend, aber eine sehr schöne Erfahrung. Die Stimmung unter den Teilnehmern war großartig. Man bekam Unterstützung dort wo es notwendig wurde. Ich habe viele tolle Menschen getroffen!

Da das „Format“ neu und damit noch unbekannt war, wussten viele Anwohner entlang der Strecke (die hervorragend ausgeschildert war!!!) teilweise gar nicht, wo denn auf einmal die ganzen Läufer herkamen.

Mit einer Zielzeit von 24:55:33 Std. für die exakt 257,7 km war unser Team vor allem in Anbetracht der Hitze am Samstag sehr zufrieden. Wir erreichten Platz 16 der Wertung „Mixed-Team“, Platz 47 der Wertung „10er Team“ und Platz 57 in der Gesamtwertung.

Jetzt sind wir „Ragnarians“ und ich bin mir sicher, dass es nicht mein letztes Ragnar-Staffel-Abenteuer war.

Hier Birtes Einzelzeiten: 11,1 km in 1:09:04 Std., 5,37 km in 45:31 Min. und 8,32 km in 1:01:10 Std.

Janine Moritz:

Mein Team-Captain hat ein Aufruf über Facebook gestartet. Ich war teilweise mit „Wiederholungstätern“ vom letzten Jahr unterwegs. Ihre Aussage vorher: „Man lernt sich an dem Ragnar-Wochenende besser kennen als sonst manche Freunde“. Sie hatten recht. Es war ein tolles Erlebnis, sportlich anstrengend, aber immer mit viel Freude und Spaß. Und es ist interessant zu erleben, wie aus Individualsportler auf einmal ein Team wird.

Mein erster Einsatz ging 12, 6 km die Elbe entlang. eine schöne Strecke, aber bedingt durch die Hitze sehr anstrengend. Das hatte ich beim dritten Einsatz immer noch nicht ganz verdaut. Aber mein Team war mit 22:57:07 Std. doch sehr erfolgreich:  Platz 2 in der Wertung „Mixed-Team“, Platz 10 in der Wertung „10er Team“ und Platz 17 in der Gesamtwertung.

Hier Janines Einzelzeiten: 12,6 km in 1:11:23 Std., 7,6 km 39:14 Min., 6,34 km in 33;44 Min.