27.10.2019 | Marathon in Frankfurt

Erster Marathon für Birte Gillmann – Persönliche Marathon-Bestzeit für Janine Moritz

1981 wurde der Frankfurt-Marathon zum ersten Mal ausgetragen. Er ist damit der älteste City-Marathon Deutschlands und hinsichtlich der Finisherzahl der zweitgrößte in Deutschland. 2362 Frauen und 8190 Männer aus 110 Nationen weist die Ergebnisliste in diesem Jahr aus. Nur in Berlin sind die Finisherzahlen regelmäßig größer.

Seit 1987 findet er am letzten Oktober-Sonntag statt. Dieser Termin, der letzte in der Reihe der großen Stadtmarathons, sorgt in der Regel für herbstliche Rahmenbedingungen. Jetzt fand er „quasi“ bei Dauerregen statt. Es war insbesondere für die Läuferinnen und Läufer, die nicht ganz vorne mitliefen, „eine ziemlich nasse Angelegenheit“.

Aber es gab ein paar Aspekte, die das Wetter wieder ausglichen. Die Strecke ist „extrem“ flach. Der Veranstalter wirbt mit einem Gesamthöhenunterschied von nur 27,8m. Die Organisation mit der Konzentration des Start- und Zielbereichs auf das Messegelände war tadellos.

Das Motto “RunTheSkyline” ist Programm und man bekommt diese Skyline vom Main aus wunderschön präsentiert!

Und der Zieleinlauf in der Festhalle ist insbesondere für die Hobby-Ausdauersportlerinnen und –sportler ein besonderes Erlebnis. Übrigens: Kaum war das Marathonziel abgebaut begann der Aufbau für den Cirque du Soleil, der zurzeit in der Festhalle gastiert.

Im Schnitt jeden halben Kilometer erwartete die Marathonläufer entlang der 42,195 Kilometer langen Strecke ein Aktionspunkt. Vom DJ über Sambagruppen bis zu Blaskapellen – bei den Streckenfesten wurde jeder Musikgeschmack (mindestens einmal) bedient.

Für zwei Bönenerinnen waren das alles in allem Rahmenbedingungen für besondere Leistungen.

Birte Gillmann (W40) schaffte ihren ersten „klassischen“ Marathon. Dabei ist Birte erst seit dem Februar 2018 für die Lauffreunde Bönen aktiv.

Janine Moritz (W35) stellte eine neue persönliche Bestzeit auf und verbesserte sich um mehr als eine viertel Stunde. Das ist kommt dem Aufstieg in eine andere Liga gleich.

Hier ihre Ergebnisse im Detail:

Birte Gillmann 4:58:34 Std., Platz 2099 der Frauen, Platz 346 in W40, Platz 9804 Gesamt

Janine Moritz 3:52:52 Std., Platz 728 der Frauen, Platz 139 in W35, Platz 5297 Gesamt

14.196 Läuferinnen und Läufer aus 110 Nationen sind über die klassische 42,195-Kilometer-Distanz an den Start gegangen.

Janine Moritz: Es war ein sehr gut organisierter Marathon. Trotz des Wetters herrschte eine tolle Stimmung an der Strecke. Und der Einlauf auf dem roten Teppich in die Festhalle war schon etwas Besonderes. Zur Strecke: Mit seinem Motto „RUN THE SKYLINE“ hat sie der Ausrichter gut beschrieben. Die Silhouette Frankfurts war unterwegs schon gut präsent. Ich bin ohne Probleme durchgelaufen und konnte mein Tempo halten. Das ich mit dem Ergebnis zufrieden bin, versteht sich von selbst.

Birte Gillmann: Nach dem „Hollenmarsch“ (einem Trail) mit seinen 42,4 km im Mai war dies mein erster “richtiger” Marathon, auf den ich mich ein gutes Viertel Jahr vorbereitet habe. Ich war am Start sehr, sehr aufgeregt. Von einer Zeit unter fünf Stunden wagte ich kaum zu träumen. In der ersten Hälfe lief ich mit Tempomachern in der Hoffnung, eine gleichmäßige Geschwindigkeit zu halten. Am man hatte wohl die Absicht, für die Gruppe ein “Zeitpolster” herauszulaufen und ging das Rennen schneller an als es mir guttat. Ich musste abreißen lassen. Das brachte mich in ein kleines Tief, das ich aber überwinden konnte. Erst 10 km vor dem Ziel war mir bewusst, dass ich trotzdem noch die 5 Stunden unterbieten konnte. Das gab noch einmal Auftrieb. Der Zieleinlauf auf dem roten Teppich in der Festhalle war dann ein absoluter Gänsehautmoment!