19.05. | 20.05. | 21.05. | Altstadtlauf Lippstadt – Buchenwaldlauf in Welver – Wälster Lauf in Walstede – Der “Halbe” und der “Ganze” durch den Pott

Altstadtlauf Lippstadt – Buchenwaldlauf in Welver – Wälster Lauf in Walstede – Der “Halbe” und der “Ganze” durch den Pott

Felix Karwoth schafft ersten Marathon

Mit einer Zeit von 38:21 Min. für die 10 km-Distanz meldete sich Ingo Hanke von den Lauffreunden Bönen mit dem ersten Ergebnis des vergangenen Wochenendes bei Jürgen Korvin, dem Vereinsstatistiker der Lauffreunde Bönen, zurück. Hanke lief am Freitagabend beim Altstadtlauf in Lippstadt als Gesamt-Elfter und als Sieger der Altersklasse M 40 über die Ziellinie. Dazu Jürgen Korvin: „Ein schönes Ergebnis, erst recht, wenn man berücksichtigt, dass der Lauf bei Dauerregen stattfand.“

Ab Samstag wurden dann die Bedingungen besser. Der Buchenwaldlauf in Welver und der Wälster Lauf in Walstedde waren für Todt G. Willingmann die Gelegenheit für einen Doppelstart der besonderen Art. Um 16 Uhr fiel für ihn der Startschuss für den 10 km-Lauf in Welver, den er nach 40:30 Min. beendete. Er wurde damit Gesamt-Fünfter und Sieger in seiner Altersklasse M50. Und um 18 Uhr ging er in Walstedde an den Start. Nach 43:26 Min. lief er immerhin noch als Sechster über die Ziellinie, in seiner Altersklasse reichte die Zeit für Platz 3. Dazwischen lag eine Autofahrt von 35 Min. Willingmann zu der langsameren Zeit: „Dummerweise hatte ich vergessen, Verpflegung für die Zeit zwischen den Läufen mitzunehmen. Am Ende fehlte mir die Energie, und ich lief auf Reserve.“

In Welver waren neben Willingmann noch Simon Vulf und Michael Flory über 10 km am Start. Vulf gewann in 57:35 Min. seine Altersklasse M65. Michael Flory erscheint seltsamerweise in der 5 km-Ergebnisliste, und zwar mit einer Zeit von 47:27 Min. Richtig wären 52:27 Min. für die 10 km, so Flory selbst. „Aber davon geht die Welt nicht unter,“ meint er gelassen.

Über 5 km meldete sich Thomas Margraf nach langer Verletzungspause zurück. Mit 24:51 Min. lief er auf Platz 4 in M55. Knapp 20 Sek. vor ihm lief Julica Voß über die Ziellinie. Sie wurde damit Gesamt-Dritte und Siegerin der U16. Vater Marcus war für sie als Tempomacher unterwegs. Seine Zeit: 24:35 Min. Dazu Jürgen Korvin: „Ein Tempomacher ist sicherlich ein guter Anhaltspunkt, aber laufen muss man schon allein.“

Nadine Donkiewicz gewann mit 28:20 Min. Platz 3 der weiblichen Hauptklasse und Julie Donkiewicz in 29:34 Min. die Klasse U18. Nadine Donkiewicz folgte ihr mit 32:57 Min. auf Platz 2 in U18. Dieter Freitag war mit 34:29 Min. schnellster beim 5 km-Nordic-Walking-Wettbewerb.

Erscheint in Welver der Name Donkiewicz drei Mal in der Ergebnisliste, ist es in Walstedde der Name Stoepel. Corinna Stoepel gewann über 5 km mit 27:40 Min. Platz 1 in W30. Daniela Stoepel lief in 28:34 Min. auf Platz 3 der weiblichen Hauptklasse. Vater Hartmut Stoepel (M65) benötigte als Walker für die die 5 km-Strecke 35:40 Min.

Am Sonntag gab es dann den „Halben“ und den „Ganzen“ durchs Revier. Start und Ziel für den Halbmarathon und für den Marathon liegen mittlerweile in Gelsenkirchen. Fixpunkte für den Halbmarathon waren die Zeche Zollverein und die Zeche Nordstern in Essen. Der Marathon verbindet Gelsenkirchen, Essen, Gladbeck und Bottrop. Für beide Strecken gilt: Es ging vorbei an Zechensiedlungen, alten Fördertürmen und Industriekultur – eben durch den Pott.

Beim Halbmarathon waren die Brüder Heiko und Thorsten Bücker einmal mehr gemeinsam am Start. Diesmal hatte Heiko, der jüngere, im Ziel die Nase vorne. Er finishte nach 1:57:18 Std. (Platz 844 Gesamt, Platz 145 in M45). Thorsten erscheint exakt 100 Plätze nach Heiko in der Ergebnisliste (1:58:57 Std., Platz 944 Gesamt, Platz 180 in M45).

Für Felix Karwoth war es der erste erfolgreich beendete Marathon. Er blieb auf Anhieb unter der 3:30 Std.-Grenze. Mit 3:28:29 Std. lief er ein Kilometer-Mittel von 4:56,5 Min. Er erreichte Platz 86 in der Gesamtwertung und Platz 15 in M35. Sein Laufbericht in Kurzform: „Bis km 25 war alles bestens, ab km 35 wurde es hart und ab km 39 tat alles weh. Aber es war dann Gott sei Dank nicht mehr weit.“ Dazu Jürgen Korvin: „Das ist ein ganz klassischer Ablauf. Ab km 35 fängt ein Marathon erst so richtig an.“