1.6.2019 | Ein harter und ein entspannter Wettkampftag

Jan-Philipp Struck beim Rekener Tower Run

Aus der Ausschreibung:

Es handelt es sich um einen Treppenmarathon an einem Funkturm auf dem Melchenberg in Groß Reken!

Der Funkturm ist ein 60 m hoher Stahlfachwerkturm, der auf 30 m Höhe eine über eine Treppe mit 168 Stufen erreichbare Aussichtsplattform hat.

In Richtung Süden fällt der Blick auf die Gemeinde Reken und an klaren Tagen bis zum Ruhrgebiet, wo mehrere Halden auszumachen sind. Zudem sind im Münsterland die Baumberge und Borkenberge und zwei Türme vom Universitätsklinikum Münster zu erkennen.

Marathon: 134 Aufstiege – 45024 Stufen – 4020 Höhenmeter – 42,195 Km  

Jan Phillip Struck berichtet:

Es war ein Marathon mit 11 Startern und 8 Finisher. Schnellster Läufer war der zweimalige Weltmeister im Vertical-Marathon Andrè Weinand in 6:45 Std. Der hält auch mit 6:35:29 Std. den „Streckenrekord“, gelaufen im letzten Jahr. Der Zweitplatzierte folge weit abgeschlagen eineinhalb Stunden und der Drittplatzierte ein dreiviertel Stunden später. Die einzige Frau benötigte 9:25 Std.

Ich selbst kam als fünfter Mann nach 9:44:05 ins Ziel, landete also – wenn man so will – im hinteren Mittelfeld. Das war mein langsamster Marathon.

Ich hatte mich am Anfang an die Fersen des Zweitplatzierten geheftet. Das ging auch 40 Aufstiege lang gut. Bis dahin hatte ich sogar über eine Runde Vorsprung auf meinen Verfolger und das „Treppchen“ bei der Siegerehrung schien machbar. Aber dann ging es erst richtig los. Die Sonne wurde stärker, auf dem Turm wurde es windstill. die Kraftreserven waren plötzlich dahin. Der Die Oberschenkel und die Waden „hatten keinen Bock mehr“.

Bei Runde 60 musste ich meinen Verfolger passieren lassen und ab da war es mein Ziel, nur noch ankommen. Platzierung und Zeit wurden zur Nebensache, Hauptsache war, das Ganze nahm irgendwann ein Ende.

Mental war das „echt ein hartes Brett“, es gab bislang kaum einen Lauf, bei dem ich so mit mir gehadert habe. Irgendwie zweifelte ich auch an meiner Vernunft.

Ab Runde 80 machte ich regelmäßig Pausen, um den Puls runter zu fahren. Aber trotzdem ging es mir im Vergleich zu manchem Anderen sogar noch echt gut.

Das einem beim Laufen die Arme wehtun, das war eine neue Erfahrung. Die konnte man wegen des durchgehenden Geländers gut einsetzen, vor allem „bergab“.

Ab Runde 100 war mir dann klar, das Ding fahre ich nach Hause. Und am Ende war dann doch noch der Wille da, unter 10 Stunden zu bleiben.

45.000 Treppenstufen zu laufen ist doch einfach nur „bescheuert“. Aber es finden sich genug Leute, die sich das freiwillig antun. Es waren nicht viele am Start, aber die, die da waren, die haben mir zumindest ordentlich Mut gemacht. Die Motivation konnte ich echt gut gebrauchen!

Auf die Frage, ob ich sowas nochmal machen würde, antworte ich: Wahrscheinlich ja. Wenn die Zeit vergeht, verblassen die schlechten Erinnerungen. Was bleibt, sind die guten Momente und der Stolz und die Freude, es geschafft zu haben.

Die Organisation war „Top“. Auf der „Strecke“ gab es Musik und mittags ein warmes Essen. Ein Eiswagen war auch da.

Run and Fun beim Westernlauf in Fort Fun

Zunächst Sport und später Spaß und Spiel, das bietet der TuS Valmetal mit seinem Westernlauf im sauerländischen Freizeitpark Fort Fun jeweils Anfang Juni eines Jahres.

Es gibt ein vielfältiges Laufangebot für alle Altersklassen, wobei die Strecken nicht immer einfach zu laufen sind. Die Profile sind anspruchsvoll und es geht auf unbefestigten Wegen bergab und bergauf.

Dass die Lauffreunde Bönen in diesem Jahr „nur“ acht Mal in den Ergebnislisten erscheinen, ist sicherlich auch den steigenden Temperaturen geschuldet.

Bei den Kinderläufen war der „Nachwuchs“ der Familie Buchholz für die Lauffreunde aktiv. Beim Old McDonalds Lauf über 550 m für die Altersklasse WK U8 liefen Pauline (Jg. 2013) und Emilia (Jg. 2014) nach 4:40 Min. Hand in Hand über die Ziellinie (Platz 39 und 40 von 46 Mädchen). Für Emelie (Jg. 2010) und Lara (Jg. 2006) war beim Funny Fux Lauf die Strecke mit 1350 m schon etwas länger. Emelie lief in der Klasse WK U10 mit einer Zeit von 8:15 Min. auf Platz 39 (von 54 Mädchen) und Lara in der Klasse WK U14 mit einer Zeit von 7:37 Min. auf Platz 27 (von 34 Mädchen).

Thorsten Buchholz: Die Kinder sollten und wollten in entspannter Atmosphäre einmal Wettkampfluft schnuppern. Mein Ziel bei jedem Lauf ist es übrigens, anzukommen und Spaß zu haben! Deswegen war es bestimmt nicht unser letzter Start hier.

Er selbst ging zusammen mit Mirko und Alexandra Weist beim Abenteuerlauf über 2700 m an den Start.

Ihre Ergebnisse:

  • Mirko Weist (Jg. 1978): 15:23 Min. und Platz 14 und Thorsten Buchholz (Jg. 1981): 15:25 Min. und Platz 15 von 17 Männern
  • Alexandra Weist (Jg. 1977): 19:37 Min., Platz 8 von 11 Teilnehmerinnen

Über 10 km war Manuel Sinner (Jg. 1989) dabei

Jürgen Korvin, Pressewart der Lauffreunde: Ich habe ihn in der Ergebnisliste zunächst ganz vorne gesucht, aber ich fand ihn erst weiter hinten, nämlich bei 53:30 Min. Als ich dann bemerkte, wer mit einer Sekunde Vorsprung vor ihm in der Liste stand, nämlich Andrija Juric (Jg. 1992) vom TV Germania Flierich-Lenningsen, war mir klar, dass er hier die Rolle des Tempomachers übernommen hatte. Juric und Sinner erreichten die Plätze 45 und 46 von 77 Männern.