04. & 08.12.2019 | Kultour-Run in Dortmund und Nikolauslauf in Hamm

Zwei Läufe mit unterschiedlichem Charakter, der Nikolauslauf in Hamm und der Kultour-Run in Dortmund

Nikolauslauf

Zum 46mal richtete der OSC 01 Hamm am vergangen Sonntag, dem 8. Dezember, den Nikolauslauf mit Start und Ziel im Hammer Jahnstadion aus. Das Stadion wurde übrigens fast auf den Tag genau vor 90 Jahren, damals als Jahn-Kampfbahn, fertiggestellt.

Rund 500 Läuferinnen und Läufer fanden in diesem Jahr den Weg nach Hamm, und das trotz schlechter Wetterprognosen. Am Ende war das Wetter dann doch besser als erwartet. Martin Munk von den Lauffreunden Bönen berichtet: Es war überwiegend trocken und mit 10 Grad auch nicht zu kalt. Der Wind hat zwar ordentlich geblasen, aber damit muss man im Spätherbst halt rechnen.“

In den früheren Jahren wurden beim Nikolauslauf „nur“ 10 km gelaufen. Irgendwann kam die 5 km-Strecke hinzu. Jetzt fällt auf, dass immer mehr Sportlerinnen und Sportler den 5 km-Lauf bevorzugen. Dies gilt auch für die Lauffreunde Bönen. Von den 21 Aktiven, die in den beiden Ergebnislisten erscheinen, liefen „nur“ vier die längere Distanz.

Über 5 km kam die schnellste Bönenerin bzw. der schnellste Bönener aus der Familie Willingmann. Nele Willingmann (Jg. 2007) beendete das Rennen nach 26:13 Min., Vater Todt (Jg. 1965) nach 20:09 Min. Er gewann damit den Platz 2 in seiner Altersklasse M50.

Altersklassenplatzierungen waren diesmal bei den Bönenern „dünn gesät“. Über 5 km schaffte einzig Wilfried Bücker (Jg. 1947 – M70) mit einer Zeit von 33:42 Min. einen Altersklassensieg. Dieter Brodowski lief mit 25:08 Min. auf Platz 3 in M50 und Hartmut Stoepel mit 28:18 Min. auf Platz 3 in M65.

Jürgen Korvin, Pressewart der Lauffreunde: „Erfreulich ist es, dass mit Karenina Lissner und Julien Köster zwei neue Namen in der Lauffreunde-Statistik auftauchen.

Hier die 5 km-Ergebnisse im Detail:

Willingmann, Nele; Jg. 2007; 26:13 Min.; Platz 10. WJ U14; Platz 49 Frauen
Stoepel, Daniela; Jg. 1990; 27:57 Min.; Platz 14. W; Platz 65 Frauen
Stoepel, Corinna; Jg. 1987; 29:49 Min.; Platz 5 W30; Platz 82 Frauen
Sommer, Wiebke; Jg. 1990; 33:13 Min.; Platz 18. W; Platz 101 Frauen
Lissner, Karenina; Jg. 1993; 33:13 Min.; Platz 19. W; Platz 102 Frauen
Baur, Barbara; 1982; Jg. 33:14 Min.; Platz 12. W35; Platz 103 Frauen
Dethlefs, Sina; 1991; Jg. 33:15 Min.; Platz 20. W; Platz 104 Frauen

Willingmann, Todt G.; Jg. 1965; 20:09 Min.; Platz 2. M50; Platz 25 Männer
Munk, Martin; Jg. 1969; 20:42 Min.; Platz 4. M50; Platz 35 Männer
Köster, Julien; Jg. 1997; 22:24 Min.; Platz 9. M; Platz 55 Männer
Münstermann, Marcus; Jg. 1974; 22:45 Min.; 5. M45; Platz 60 Männer.
Bücker, Thorsten; Jg. 1968; 23:53 Min.; Platz 8. M50; Platz 72 Männer
Bücker, Heiko; Jg. 1971; 25:00 Min.; Platz 8. M45; Platz 91 Männer
Brodowski, Dieter; Jg. 1963; 25:08 Min.; Platz 3. M55; Platz 93 Männer
Werner, Daniel; Jg. 1987; 26:53 Min.; Platz 4. M30; Platz 111 Männer
Stoepel, Hartmut; Jg. 1950; 28:18 Min.; Platz 3. M65; Platz 118 Männer
Bücker, Wilfried; Jg. 1947; 33:42 Min.; 1. M70; Platz 136 Männer

Über 10 km schaffte Adeline Korte den Sieg in ihrer Altersklasse W35. Und sie stellte mit einer Zeit von 51:06 Min. eine neue persönliche Bestzeit aus.

Jürgen Korvin: „Ihre Verbesserung um 4 Sek. erscheint knapp. Es gilt aber zu berücksichtigen, dass Adeline das auf einer sehr windanfälligen Strecke schaffte.“

Hier die 10 km-Ergebnisse im Detail:

Korte, Adeline; Jg. 1980; 51:06 Min.; Platz 1 W35; Platz 12 Frauen
Klein, Michael; Jg. 1965; 51:07 Min.; Plate 16 M50; Platz 68 Männer
Deimann, Stefan; Jg. 1969; 51:07 Min.; Platz 17 M50; Platz 69 Männer
Winkowski, Thorsten; Jg. 1967; 57:00 Min.; Platz 21 M50; Platz 92 Männer

Kultour-Run

An einem geführten Lauf ohne Wettkampfcharakter nahmen am 4. Dezember, dem Tag der Heiligen Barbara, der Schutzpatronin der Bergleute, Thorsten Buchholz und Daniel Werner von den Lauffreunden Bönen. In Dortmund hat man eine neue Laufserie „aus der Taufe gehoben“, den Kultour-Run. Die 20 km-Strecke ging entlang der ehemaligen Schachtanlagen Minister Stein (Dortmund-Eving) und Fürst Hardenberg (Dortmund-Lindenhorst) und durch die Bergbausiedlung Kolonie Kirdorf (ebenfalls Dortmund-Eving). Zunächst ging es jedoch direkt zum Nordfriedhof, wo ein Kranz zum Gedenken an das Grubenunglück auf der Zeche Minister Stein am 11. Februar 1925 niedergelegt wurde. Damals kamen 138 Bergleute zu Tode. Es gab weitere Zwischenhalte an anderen Standorten mit Informationen von Bergwerkexperten über die Anlagen und Standorte.

Thorsten Buchholz: „Für uns Bönener, die wir oft in Sichtweite des Förderturms trainieren, war das sehr interessant und auch informativ. Für das nächste Jahr sind weitere Läufe rund um die Themen Kohle, Stahl & Bier geplant. Wir sind gespannt.“